Fachschaft Französisch

Unterrichtsfach Französisch - tellement difficile?

„Ist Französisch nicht zu schwer? Warum braucht man Französisch überhaupt?“, solche oder andere Fragen hört man des Öfteren.

Die Frage nach der Schwierigkeit muss natürlich von jedem Lernenden selbst beantwortet werden, jedoch birgt jedes Sprachenlernen einige Herausforderungen wie kontinuierliches Vokabellernen und neue Grammatik, das gilt für alle anderen Sprachen aber genauso. Wenn man den Anfang erst mal gemacht hat, desto klarer wird die Systematik der französischen Sprache. 

Wenn man einen Blick in das Französisch-Curriculum wirft, wird deutlich, dass die zentrale Aufgabe des Französischunterrichts die Stärkung der interkulturellen Kommunikations- und Handlungsfähigkeit ist.
So stehen das Vermitteln sprachlicher Fertigkeiten wie das freie, mitteilungsbezogene Sprechen und Schreiben, das Leseverstehen sowie das Hörverstehen im Fokus. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte, die im Französischunterricht gesetzt werden, bergen den Vorteil, dass man die Sprache auch gut erlernen kann, selbst wenn einem ein Schwerpunkt nicht besonders liegt.

Wozu wir Französisch brauchen und weshalb man die Sprache erlernen sollte ist aber leichter zu beantworten. Zum einen ist Französisch Landessprache unserer geographischen Nachbarn Frankreich, Belgien, Luxemburg und Schweiz. Hierbei kommt der deutsch-französischen Beziehung eine ganz besondere Rolle zu, da Frankreich unser wichtigster Partner in Politik und Handel ist. Durch diese enge Handelspartnerschaft kann es für viele spätere Berufswahlen von entscheidendem Vorteil sein, wenn man Französisch sprechen kann, um sich von anderen Mitbewerbern abzusetzen, die eventuell nur eine moderne Fremdsprache sprechen. Doch nicht nur in Europa, wo es mehr französische Muttersprachler als englische gibt, hilft uns Französisch weiter, denn die Weltsprache wird in 47 Staaten gesprochen (z.B. in Marokko, Senegal, Kamerun, Kanada, usw.). Französisch ist eine romanische Sprache, das bedeutet sie hat sich aus dem Lateinischen entwickelt, weshalb es für Französischsprechende leichter ist, andere romanische Sprachen wie Spanisch, Italienisch oder Portugiesisch zu erlernen. Nicht zuletzt ist es eine wunderschöne Sprache, die durch ihren Klang und die Sprachmelodie begeistern kann.
Im Französischunterricht spielen das Land und die Kultur Frankreichs eine zentrale Rolle, indem Musik, Sport, Essen, Politik, Geschichte und aktuelle Geschehnisse aus Frankreich immer miteingebunden werden, so dass der Unterricht immer aktuell und spannend bleibt. Aber auch der Blick in andere französischsprachige Gegenden wie Québec, Martinique oder Senegal darf im Unterricht nicht fehlen. Ebenso gibt es an unserem Gymnasium eine Partnerschaft mit der Insel La Réunion, wodurch das Gelernte bei dem Besuch der Inselbewohner in Möckmühl direkt angewendet und verbessert werden kann, genau so wie bei anderen Austauschen oder bei Exkursionen ins nah gelegene Strasbourg. 

Unsere Schule stellt sich vor: Fachschaft Französisch

Ein Teil der Französischfachschaft des Jagsttalgymnasiums, bestehend aus Marcus Dunke, Stefan Egolf, Susanne Hoch, Doris Stauß und Kristina Vogel, wurde zu schulischen, fachlichen und persönlichen Themen befragt - die Antworten sind in der folgenden Zusammenfassung zu lesen.

Auf die Frage, was einen an der französischen Sprache begeistert, betont Doris Stauß den Klang und die Eleganz der französischen Sprache, Susanne Hoch mag besonders die Klarheit und Logik, mit der die französischen Sprache aufgebaut ist, wobei sie die französische Grammatik sogar strukturierter findet als die englische Grammatik.

Im Bezug auf die Faszination Frankreichs herrscht Einigkeit in der Interviewgruppe. Alle erwähnen die Vielseitigkeit des Landes mit ihren landschaftlichen und kulturellen Unterschieden, wobei sie kräftig ins Schwärmen geraten.

Die landeskundlichen Themen liegen als beliebteste Unterrichtsthemen bei den Lehrkräften in der Gunst ganz oben. Stefan Egolf erklärt, dass er den Blick gerne über den Tellerrand hinaus werde, indem er den Schülern französischsprachige Regionen in Afrika oder exotische Inseln wie Martinique und La Réunion näher bringe. Kristina Vogel findet besonders die Themen zur deutsch-französischen Geschichte spannend, da man die Ereignisse dann nicht nur aus der deutschen Perspektive betrachtet. Darüber, dass die meisten Schüler die grammatischen Themen sowie das Vokabellernen am Französischunterricht nicht mögen, sind sich alle einig. Stefan Egolf ist der Meinung, dass sich viele Schüler aber von französischen Liedern begeistern ließen und vor allem die Straßburgfahrt in Klasse 9 sehr beliebt sei.

Als nach den Besonderheiten der Französisch-Fachschaft gefragt wird, antworteten alle, dass die Begeisterung für die Sprache und das Fach allen anzumerken sei, was sich sicherlich auch auf die Schüler übertragen würde. Kristina Vogel merkt (mit einem Zwinkern) noch an, dass alle besonders gut aussehen würden. Die schönen Seiten des Lehrerberufes sieht Doris Stauß darin, dass sie neben der Wissensvermittlung die Schüler auch im menschlichen Bereich weiterbringen möchte, was sie als sehr vielseitige und spannende Aufgabe ansehe. Alle sind sich einig, dass es einem als Lehrer nie langweilig würde. Als vom lustigsten Erlebnis am Gymnasium berichtet werden soll, kommen ganz unterschiedliche Ereignisse zur Sprache. Für Stefan Egolf ist es der Auftritt einiger als Frauen verkleideten Kollegen beim Schultheater 2015, Susanne Hoch erinnert sich hier an ihren Tanzauftritt mit Kollegen beim Schulfasching als Pippi Langstrumpf zurück, Doris Stauß erzählt von der abenteuerlichen Busfahrt auf der Kulturfahrt nach Südfrankreich und Kristina Vogel nennt ihr Anfängerglück beim Pokerspiel auf der Klassenfahrt der 8er im letzten Jahr. Die Weiterempfehlung ihrer Schule würden alle aufgrund der familiären Atmosphäre, den Möglichkeiten zur individuelle Betreuung, der mittlerweile sehr gut ausgestatteten Räumlichkeiten und den vielseitigen außerschulischen Zusatzangeboten aussprechen. Wo Lehrer ihre Freizeit verbringen, wenn sie mal nicht gerade in der Schule oder am Schreibtisch zu finden sind, beantworten alle Interviewteilnehmer anders. Kristina Vogel würde man mit ihrem Hund treffen (wenn es nicht gerade regnet), Doris Stauß mit ihrer Familie in den Bergen zum Skifahren oder Bergwandern, Susanne Hoch könnte man beim Yoga oder auf Reisen antreffen, wenn sie nicht gerade mit einem Buch beschäftigt ist, Stefan Egolf würde man auf jeden Fall auf einem Tennisplatz wiederfinden. Auf die Frage, in welche französischsprachige Region die nächste Reise gehen könnte, fiel die Auswahl aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten sichtlich schwer. Doris Stauß möchte auf jeden Fall mal wieder ihre französischen Freunde in Touraine besuchen, wo sie als Schülerin im Internat war. Ansonsten würde es wohl nach Südfrankreich oder wieder in die Vendée gehen. Stefan Egolf würde auf jeden Fall die Reise nach Québec antreten, wobei ihn die Karibikinsel Guadeloupe auch reize. Er ergänzt, dass es aber auch immer wieder das französische Festland sein werde, da es von Paris über die Auvergne bis zur Küste einfach so viele wunderschöne Orte gibt. Kristina Vogel war noch nicht in Aquitanien und in den Midi-Pyrénées, weshalb diese Regionen ganz oben auf ihrer Liste stehen. Susanne Hoch würde die Normandie bereisen oder ebenfalls die Überseereise nach Québec antreten.