Langjährige Freundschaft mit der Partnerstadt Cherasco

Nicht nur die Stadt Möckmühl pflegt ein intensives und freundschaftliches Verhältnis mit seiner italienischen Partnerstadt Cherasco, sondern auch das Schulzentrum steht im Austausch mit der Schule in Cherasco und mttlerweile auch mit der Schule im benachbarten Roreto.

Verantwortlich für den Austausch am JTG ist OStRin Susanne Hoch.

Ein Bus voller Cheraschesen in Möckmühl

Am Abend des 29. Mai traf unerwartet pünktlich der lang ersehnte Bus aus der Möckmühler Partnerstadt Cherasco mit fast 50 italienischen Schülern/-innen sowie drei Lehrerinnen und einem Lehrer im Schulzentrum ein. Das Interesse an dem Austausch ist in Italien mittlerweile so groß, dass unsere italienischen Freunde fast noch einen zweiten Bus füllen könnten. Nach der Begrüßung durch Beate Strauß, Schulleiterin des Jagsttal-Schulverbunds, konnten sich die Italiener bereits in der Mensa mit deutschen Laugevariationen bekannt machen, die nach der langen Fahrt auch dankend angenommen wurden. Während die Schüler sich in ihre Familien verabschiedeten, wurden die italienischen Begleitlehrer in der Küche des Schulverbunds mit einem typisch deutschen Essen überrascht. Lehrerin Kerstin Schmidt begeisterte die Gäste mit ihren schwäbischen Linsen, Spätzle und Saitenwürstchen. Als Dankeschön bekamen alle eine Kostprobe des musikalischen Könnens des italienischen Begleitlehrers, der auswendig ein „kurzes“ Stück von Beethoven auf dem Klavier präsentierte. Nach dem beeindruckenden Vortrag überraschte es niemanden, als sich herausstellte, dass er neben seiner Lehrertätigkeit in Roreto auch im Turiner Konservatorium Musikunterricht gibt.

Am Dienstag machte sich die Gruppe auf zum Heidelberger Schloss. Dort gab es auch Führungen in italienischer Sprache, sodass unsere Gäste unter anderem die Geschichte des italienischen Zwergs „Perkeo“, Hüter des großen Fasses im Heidelberger Schloss, kennenlernen konnten. Anschließend durften die Kinder in gemischten deutsch-italienischen Gruppen die Läden der Altstadt unsicher machen, bevor alle auf dem Sonnendeck des neuen Schiffs „MS Königin Silvia“ Platz nahmen. Dort kämpften wir zu Beginn gegen heftige Sturmböen und kurze Regenschauer an, aber auf der weiteren Fahrt durch das Neckartal bis nach Neckargemünd wurden wir dafür mit Sonnenschein und beeindruckenden Aussichten auf das Neckarufer belohnt.

Gemäß Goethes Sprichwortes „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ verbrachte die Gruppe den Mittwoch in Möckmühl. So lernten die Italiener in den ersten beiden Stunden nicht nur den Unterricht in Deutschland kennen, sondern durch die darauffolgende Wanderung über Ruchsen auch das schöne Jagsttal und die Möckmühler Altstadt. Beim gemeinsamen Mittagessen wurde den Italienern Deutschland auch kulinarisch näher gebracht, denn Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle war für viele eine neue und leckere Erfahrung. Während die Kinder den letzten Nachmittag in ihren Familien verbringen durften, fuhren die Lehrer gemeinsam nach Öhringen, um sich die Stadt und das Landesgartenschaugelände anzuschauen.

Wieder viel zu früh stand am Donnerstagmorgen die Verabschiedung an. Die neu geschlossenen Freundschaften wurden schnell auf eine Bewährungsprobe gestellt, doch viele wollen sich auf jeden Fall wiedersehen. Selbst Eltern berichteten, dass die Familien in Kontakt stehen und der gegenseitige Besuch schon geplant ist.

Text und Bilder: Stefan Egolf

Cherascofahrt des Schulzentrums Möckmühl 2016

Am frühen Morgen des 18. Oktobers 2016 machten sich 46 Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Möckmühl mit ihren Begleitlehrern Marcus Dunke, Stefan Egolf, Susanne Hoch, Kerstin Schmidt und Jürgen Würth-Werner auf die Reise nach Cherasco. Cherasco ist die Partnerstadt Möckmühls und liegt in der norditalienischen Region Piemont. Mit an Bord war wie immer auch der Initiator der Städtepartnerschaft, Dietmann Mendel, der die Teilnehmer mit den wichtigsten Informationen zu den durchfahrenen Landschaften versorgte.

Nach einer elfstündigen Reise waren alle gespannt auf ihre Gastfamilien, bei denen sie die nächsten Tage verbringen würden. Die herzliche Begrüßung durch die Italiener konnte zu Beginn schon einige Bedenken und Unsicherheiten beseitigen. 

Nach der offiziellen Begrüßung in der Schule von Roreto, die neben den Schulen in Cherasco und Narzole auch am Austausch beteiligt ist, durften die Kinder „nach Hause“ zu ihren Gastfamilien. Durch die Teilnahme von weiteren italienischen Schülerinnen und Schülern am ersten gemeinsamen Ausflug traten gleich drei Busse den Weg Richtung Süden an.

Das von Dietmann Mendel geforderte „Aaaaahhhhh“ beim ersten Erblicken des Meeres ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Vor dem Badespaß an der italienischen Riviera wurden die ligurischen Alpen erklommen. Die Wanderstrecke bot neben den malerischen Gassen im Bergdorf Verezzi auch wunderschöne Ausblicke aufs Mittelmeer, in dessen Fluten sich die tapferen Wanderer danach stürzen durften.

Am Donnerstag bekamen die Kinder einen Eindruck vom italienischen Schulleben, da sie am Morgen den Unterricht mit ihren Austauschpartnern besuchten.

Im Anschluss erwartete die Gruppe ein Sportprogramm in Cherasco, bevor sie die Stadt oder die Umgebung mit ihren Gastfamilien auf eigene Faust erkundeten. Nachdem am Freitag alle Tränen getrocknet waren, setzte sich der Bus wieder Richtung Heimat in Bewegung. Geladen waren nicht nur die Teilnehmer des Austausches, sondern auch die vielen neuen Eindrücke, die sie in der kurzen, aber erlebnisreichen, Zeit gewonnen haben.

Stefan Egolf

Weitere Bilder der Italienfahrt finden sich hier.

50 italienische Schüler zu Gast bei Freunden in Möckmühl

Am Dienstagabend des 10. Mai 2016 war die Nervosität im Schulzentrum Möckmühl deutlich zu spüren. Die Verspätung des italienischen Busses trug nicht dazu bei, diese zu mindern. In der gemeinsamen Whatsapp-Gruppe wurden die deutschen Schüler von ihren italienischen Austauschpartnern über die Verkehrslage auf dem Laufenden gehalten. Der „ganz normale Wahnsinn“ also, wenn wie jedes Jahr ein Bus voller italienischer Schüler aus Cherasco in die Partnerstadt nach Möckmühl fährt, um dort drei schöne Tage in ihrer Gastfamilie zu verbringen.
Dieses Jahr war der Bus mit den 50 Gastschülern und den 4 Lehrerinnen bis auf den letzten Platz gefüllt.
Als die Italiener dann nach einer gefühlter Ewigkeit ankamen, war die Freude ungebremst. Die Schüler, die bereits im Oktober in Cherasco waren, fielen ihren italienischen Freunden in die Arme.
Nach einer kurzen Begrüßung in der Mensa konnten die Gäste gleich Bekanntschaft mit der deutschen Brezel machen, welche nach der langen Fahrt sichtlich gut tat. Danach wurden die Schüler in ihre Familien entlassen, um dort einen ersten spannenden Abend zu verbringen. Am Mittwoch stand ein ganztägiger Ausflug mit der großen Gruppe an. In Cherasco sind die ligurische Küste sowie die ligurischen Alpen beliebte Ausflugziele. Da wir jedoch weder ans Meer noch in die Alpen fahren können, entschieden wir uns, den Italienern die schöne Waldlandschaft des Odenwalds zu zeigen. Ein Zwischenstopp wurde an der Burgruine Wildenberg eingelegt. Bei dieser Kulisse schmeckten die liebevoll zubereiteten Vesperbrote gleich doppelt so gut. In Buch angekommen ging es mit dem Bus weiter nach Miltenberg, wo die Schüler in deutsch-italienischen Gruppen das malerische Städtchen auf eigene Faust erkunden konnten. Der erste selbst gewählte Anlaufpunkt für 100 Schüler war hier aber weder der Marktplatz noch die Mildenburg, sondern eine Eisdiele. Nach einem erlebnisreichen Tag, an dem die Schüler viele Eindrücke der deutschen Natur und Kultur sammelten, verbrachten sie den Abend wieder in den Familien. Am Donnerstag stand schon fast traditionell die Erkundung von Möckmühl auf dem Programm. Diese begann mit einem Besuch im Unterricht der jeweiligen Gastschüler, wodurch die Italiener einen Einblick ins deutsche Schulleben bekamen. Während der Stadtrallye mussten die Schüler in ihren gemischten Gruppen unter anderem sportliche Aufgaben lösen, ein gemeinsames Lied vortragen, Informationen über den Hexenturm, den Götzenturm und den Marktplatz herausfinden und einen deutschen Satz ins Italienische übersetzen. Erschwert wurden die Aufgaben durch den einsetzenden Regen am Ende der Rallye, doch alle Gruppen kämpften sich tapfer durch die Aufgaben. Nach einem gemeinsamen Essen in der Mensa, konnten die Schüler an ihrem letzten Nachmittag früher in die Familien zurück, um mit diesen etwas mehr Zeit verbringen zu können. So trafen sich einige in der Experimenta in Heilbronn wieder. Die Begleitlehrer sowie die jeweiligen Schulleiter des Schulverbundes trafen sich am letzten Abend in Jagsthausen in der Götzenburg, um die herzlichen deutsch-italienischen Beziehungen bei einem gemeinsamen Abendessen weiter zu pflegen. Nachdem am Freitagmorgen unsere italienischen Freunde mit viel Tränen verabschiedet wurden, freuen sich alle, die im Herbst nach Cherasco fahren, schon jetzt wieder auf den Besuch in „Bella Italia“.

Stefan Egolf 

Weitere Bilder zum Besuch der Italiener in Möckmühl finden sich hier.

„Ciao Italia“ – Schüleraustausch des Schulzentrums Möckmühl mit Cherasco

Am frühen Morgen des 20. Oktober 2015 reißt mich mein Wecker früher als sonst aus dem Schlaf, da wir uns heute auf den Weg nach Cherasco, die italienische Partnerstadt Möckmühls, machen. Es gehen Leute aus dem ganzen Schulzentrum Möckmühl mit. Am Abfahrtsort stehen schon die begleitenden Lehrer Frau Hoch, Frau Paas-Fiedler, Frau Strauß, Herr Egolf und Herr Seitz bereit und kontrollieren die Anwesenheit der 45 Teilnehmer. Ebenfalls dabei ist der Initiator des Austausches, Herr Mendel, der uns viele interessante Dinge über die Orte berichtet, durch die wir fahren. Während die beeindruckende Alpenlandschaft an mir vorbei zieht, stelle ich mir viele Fragen: Wie wird meine Familie wohl sein? Was bekomme ich zu essen? Wo schlafe ich? Wie können wir uns verständigen?

In Cherasco angekommen freut sich mein Austauschpartner sehr über meine italienische Begrüßung. Nach dem Empfang in der Schule dürfen wir in unsere Austauschfamilien in Cherasco, Roreto, Narzole oder Bra gehen, wo wir alle mit leckerem italienischem Essen versorgt werden. Die meisten Ängste und Bedenken sind nun verflogen und ich merke schon, dass die Teilnahme an dem Austausch die richtige Entscheidung war. Am Mittwoch verbringen wir den Tag in Cherasco mit einer Schulbesichtigung, einer eigens für uns aufgeführten faszinierenden Zaubershow des berühmten „Mago Sales“ im Stadttheater, einer Schnitzeljagd sowie der Besichtigung des Museums der Magie. Am Donnerstagmorgen bin ich besonders gespannt, da wir ans Meer nach Noli fahren. Bevor wir die Füße ins Mittelmeer strecken können, steht noch eine Wanderung in den Bergen entlang der Küste an, bei der sich nach jeder Kurve ein neuer spektakulärer Blick auf die Ligurische Küste bietet. Die Erfrischung im klaren und sauberen Meer haben wir uns nach der dreistündigen Wanderung dann wirklich verdient. Daheim angekommen verbringen wir den letzten Abend noch mit anderen Gastfamilien aus dem Ort beim Pizzaessen. Die Lehrer haben mir erzählt, dass sie abends auch gemeinsam mit ihren Gastgebern und wichtigen Leuten der Stadt, denen der Austausch mit Möckmühl ebenfalls sehr am Herzen liegt, essen. Der tränenreiche Abschied am Freitag fällt allen sichtlich schwer, da eines unserer schönsten Schulerlebnisse zu Ende geht.

Ich selbst habe ganz viele neue Eindrücke von Italien gewonnen, Ängste überwunden und neue Freunde dazu gewonnen. Außerdem habe ich gelernt, dass wir uns trotz der unterschiedlichen Sprache und der anderen Kultur in vielen Dingen ganz ähnlich sind. Ich freue mich schon riesig drauf, wenn unsere italienischen Freunde uns im Frühjahr in Möckmühl besuchen und wir ihnen dann unser schönes Städtchen, unsere Schule und unser Zuhause zeigen können.

Stefan Egolf

Weitere Bilder zur Cherascofahrt finden sich hier.

51 Schüler aus Cherasco zu Besuch in Möckmühl

Wenn man circa 50 aufgeregte Schüler „Hallo ! Ciao ! Benvenuto ! Willkommen ! Welcome!“ an der Bushaltestelle des Schulzentrums Möckmühls rufen hört, sich danach italienische und deutsche Schüler vor Wiedersehensfreude in die Arme fallen, dann ist klar, dass die Schüler der Möckmühler Partnerstadt Cherasco wieder zu Besuch sind.

Nachdem unsere Schüler die italienische Stadt bereits im vergangenen Oktober besucht haben, durften die Italiener vom 5. bis zum 8. Mai 2015 die deutsche Heimat ihrer Austauschpartner entdecken.

Begrüßt wurden die Kinder am Dienstagabend in der Mensa des Schulzentrums, in der die Hausmeister einen Empfang mit Getränken und LKW’s („Leberkäsweckle“) vorbereitet hatten, bevor die Gäste dann endlich ihr neues Zuhause für die nächsten drei Tage begutachten durften. Die italienischen Lehrkräfte wurden anschließend in der Realschulküche von einem leckeren Buffet, das die verantwortlichen Lehrkräfte Christine Cassella, Stefan Egolf, Susanne Hoch, Torsten Seitz, Beate Strauß, Ulrike Paas-Fiedler und Jürgen Würth-Werner mit viel „Amore“ zubereitet hatten, überrascht. In diesem Rahmen begrüßte auch Bürgermeister Ulrich Stammer die Gäste und betonte die besondere Freundschaft zwischen den beiden Städten, die unbedingt weiter gepflegt werden müsse. Am Mittwoch machte sich die große Gruppe auf nach Rothenburg ob der Tauber, wo die Gruppe neben einer Stadtführung auf Italienisch und Deutsch hatten noch ausreichend Zeit hatte, um die pittoreske Altstadt auf eigene Faust zu entdecken. Diese Zeit wurde genutzt, um den Rathausturm zu besteigen und sich mit typischen Souvenirs wie Weihnachtsartikel von Käthe Wohlfahrt oder den berühmten Rothenburger Schneebällen einzudecken.

Der gemeinsame Spaziergang entlang der Stadtmauer mit Blick auf die Weinberge und die Mühlen im „lieblichen Taubertal“ bot wunderschöne Ausblicke, worauf sich alle im Burggarten bei einem Picknick stärken konnten. Während die italienischen Schüler den Abend in ihren Gastfamilien verbrachten, schauten sich die Lehrer die Altstadt in Gundelsheim an und ließen den Tag mit einem leckeren, typisch deutschen Abendessen im Pavillon ausklingen, wo das „Gundelsheimer Leibgericht“ besonders großen Anklang fand. Am Donnerstag stand die Stadt Möckmühl im Mittelpunkt des Programms, da die Schüler eine Unterrichtsstunde besuchen konnten und mit einer Stadtrallye das idyllische Städtchen erkundeten, wobei unter anderem Fragen über das Hexentor und die Burg beantwortet werden mussten. Im Eiscafé konnten sich die Kinder nach getaner Arbeit mit zwei Kugeln leckerem italienischen Eis belohnen, das freundlicherweise von der Stadt Möckmühl gesponsert wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa veranstalteten die Sportlehrer Grit Berger und Matthias Amann für alle Kinder ein „Hütchenknaller-Turnier“ in der Sporthalle, wobei der dabei entstehende Teamgeist die deutsch-italienischen Beziehungen noch weiter verstärkte. Den letzten Abend verbrachten die Verantwortlichen des Austauschs im Roten Schloß in Jagsthausen. Marie-Anna Traub übergab den Italienern als Vertreterin der Stadt eine Nachbildung des Möckmühler Rathauses, um das „Heimweh“ nach Möckmühl etwas zu lindern. Die geschäftsführende Schulleiterin Beate Strauß verschenkte einen „Spätzle-Shaker“, während unsere italienischen Freunde sich mit einem leckeren Wein aus der Langhe revanchierten. Schulleiter Marcus Dunke, der extra von einer Fortbildung aus Schwäbisch Hall anreiste, erklärte, dass er sich schon auf ein Wiedersehen in Cherasco freue. Der Abschied am Freitag fiel wie immer sehr tränenreich aus, was deutlich machte, wie sich das heutige Europa prägende Freundschaften über Sprach- und Landesgrenzen hinweg entwickeln können.

Stefan Egolf

Weitere Bilder des Austausches finden sich hier.

Möckmühler Schüler reisen nach Cherasco

Am frühen Dienstagmorgen des 21. Oktobers 2014 machten sich 39 aufgeregte Schüler/-innen der Klassen 6, 7 und 8 der Werkrealschule, der Realschule und des Gymnasiums Möckmühls auf nach Italien in die schöne Möckmühler Partnerstadt Cherasco. Begleitet wurden die Kinder von Frau Hoch, Herrn Egolf, Herrn Seitz sowie Herrn Würth-Werner. Nach diversen Reisepassübergaben auf verschiedenen Parkplätzen konnte die Reise ohne größere Zwischenfälle fortgesetzt werden, wobei das Alpenpanorama mit den grünen Bergwiesen und blauen Seen die lange Fahrt sehr kurzweilig erscheinen ließ.
Die Kinder wurden schon sehnsüchtig von ihren Austauschpartnern mit selbst gestalteten Plakaten erwartet. Nach dem herzlichen Empfang in der „Mittelschule“ von Roreto, verbrachten die Schüler/-innen ihren ersten Abend in den Gastfamilien.

Am ersten Tag stand eine dreistündige Wanderung bei bestem Wetter in den Ligurischen Alpen auf dem Programm. Durch die direkte Lage am Meer boten sich uns beeindruckende Aussichten auf malerische Küstenstädtchen und Strände. In Spotorno belohnten sich die Kinder danach mit einem erfrischenden (Sonnen-) Bad im und am Mittelmeer.
Am zweiten Tag stand ebenfalls die herrliche Natur der Region im Mittelpunkt. Die als Spaziergang in den piemontesischen Alpen geplante Strecke entpuppte sich dann zwar doch als Wanderung, die Aussicht auf die umliegenden Täler und Berge war aber jede Anstrengung wert. Auf der Heimfahrt legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp im „Outlet Village“ von Mondovicino ein, wo sich die Kinder mit Eis, Riesenlollies oder Souvenirs versorgen konnten. Am Abend verabredeten sich viele Gastfamilien zu einem gemeinsamen Restaurantbesuch, worauf die leckere Pizza beim anschließenden Bowling verdaut werden sollte.
Am Freitagmorgen war der Aufenthalt in „Bella Italia“ leider schon wieder beendet und die Schüler verabschiedeten sich tränenreich von ihren Gastfamilien, was zeigt, wie schnell die deutschen Kinder ihre „Ersatzfamilien“ trotz der anfänglichen Nervosität ins Herz geschlossen haben. Alle Beteiligten traten mit positiven Eindrücken von der italienischen Kultur, Natur und Gastfreundschaft sowie dem guten Gefühl der Vorfreude auf den Besuch der Italiener im Mai 2015 die Heimreise an. Während der Rückfahrt waren die Kinder besonders vom Schnee angetan, der sich uns nach der Durchquerung des San Bernardino-Tunnels zeigte, wobei wir insgesamt auf unserer Reise nach zuverlässiger Schülerzählung 160 Tunnel passierten. 

Diese zahlreichen Erlebnisse und Begegnungen beantworten die Frage nach dem Sinn dieses Austausches, der nur dank der großzügigen Unterstützung beider Partnergemeinden durchgeführt werden kann, weshalb wir uns an dieser Stelle bei der Stadt Möckmühl ganz herzlich für die Förderung bedanken. Ein großer Dank gilt ebenfalls Dittmann Mendel, der uns als „Cherasco-Experte“ begleitet und uns während des Aufenthalts die geographischen, historischen und kulturellen Besonderheiten der Gegend näher gebracht hat. 

Stefan Egolf

Weitere Bilder der Fahrt finden sich hier.