Die Coachs von COACHING4FUTURE zu Gast am JTG

 

Baden-Württemberg braucht, um auch weiterhin High-Tech-Standort zu bleiben, talentierten Nachwuchs mit innovativen Ideen. Deshalb schickt die Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms „COACHING4FUTURE“ Jungakademiker an die weiterführenden Schulen und klärt über die beruflichen Perspektiven im sogenannten MINT-Bereich auf. Dieser umfasst die Fachgebiete Mathematik, Informatik sowie Naturwissenschaft und Technik. Am 19.10. besuchte ein zweiköpfiges Coaching-Team auch die beiden neunten Klassen des JTG.  Durch die Umsetzung eines strengen Hygienekonzeptes war es möglich, dass dieser Termin stattfinden konnte. Es wurde gelüftet, das Team trug durchgehend Mundschutz und desinfizierte nach den Präsentationen Flächen und Gegenstände.

Mit einem anschaulichen Vortrag und Exponaten, zu denen die Schülerinnen und Schüler interessensspezifische Fragen stellen konnten, brachten die Coaches den Jugendlichen innovative Berufe in den Bereichen „Wohnen“, „Mobilität“ und „Menschen helfen“ näher. Im Zuge dessen wurde zum einen eine smarte Lösung für mehr Effektivität in der Arbeitswelt vorgestellt. Weil beispielsweise alle New Yorker innerhalb eines Jahres zusammengerechnet 18 Jahre wartend vor einem Fahrstuhl verbringen, arbeiten Forscher gerade an einer Schienenlösung für Aufzüge, wodurch mehrere Kabinen gleichzeitig fahren könnten. Dies würde Lebens- und Arbeitszeit sparen, die man effektiver nutzen und gestalten könnte. Welche Probleme und Herausforderungen bei dieser Lösung eine Rolle spielen, war für viele verblüffend, denn das hierfür nötige Magnetfeld würde beispielsweise Handys oder schlimmstenfalls Herzschrittmacher zerstören, was die Ingenieure vor große Herausforderungen stellt. Zum anderen erhielten die Schülerinnen und Schüler aber auch Einblicke in innovative Lösungen für das Auto der Zukunft. Für mehr Aerodynamik hat Mercedes ein Modell entwickelt, das, je nach Luftwiderstand, unterschiedliche Fahrzeugteile autonom ausfährt. Zudem wurde ein Stadtauto vorgestellt, das sich durch Hochklappen des Hecks in kleinste Parklücken einparken lässt und dadurch eine sehr platzsparende Möglichkeit für die nachhaltige Stadtentwicklung darstellt. Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Fachgebiet der Medizintechnik und erfuhren, wie man in diesem Berufsfeld als Bindeglied zwischen Medizinern und Ingenieuren fungiert.

Besonders passend war die Präsentation auch deshalb, weil die Neuntklässler im Rahmen des Deutschunterrichts in den vergangenen Wochen lernten, wie man Bewerbungsschreiben aufsetzt und erfolgreiche Bewerbungsgespräche führt. Im Zuge dessen haben sie sich bereits Gedanken darüber gemacht, welcher Beruf zu ihren Charaktereigenschaften, Stärken und Interessen passen könnte. Durch die Vorstellung der MINT-Berufe wurden sie für diese Einschätzung noch einmal sensibilisiert. Wir bedanken uns herzlich bei unseren beiden Besuchern für die Präsentation und das durchdachte Hygienekonzept.

Text & Bilder: Liesa Ebeling Soto

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