Neue Partnerschaft mit dem IES Alquipir in Cehegín

Seit dem Schuljahr 2015/2016 unterhält das JTG einen neuen Austausch mit der IES Alquipir in Cehegín in der Region Murcía.

Verantwortlich für den Spanienaustausch ist StR Emiliano Pérez-Bös.

Spanienaustausch 2017

Es ist der  7. Februar, der fünf Schülerinnen des JTGs nicht mehr aus dem Kopf geht, bis er endlich da ist. Denn schon seit Wochen ist die Vorfreude auf den kommenden Spanienaustausch groß. Am 7.2.2017 war es dann endlich soweit und es ging los. Durch vorherigen Kontakt waren wir uns gar nicht mehr so fremd und daher war die Begrüßung am Flughafen von Alicante gleich sehr herzlich. Erst spät in der Nacht erreichten wir Cehegín, wo wir für die nächsten sieben Tage wohnten.

 Am Mittwoch hieß es dann erst mal ab in die Schule. Dort wurden wir mit „Chocolate con Churros“ (einer leckeren spanischen Spezialität) begrüßt. Nach dem Unterricht gingen wir Paintball spielen, vorher aber durften wir „Migas“, ein typisches Essen für diese Region, probieren. Nach drei Stunden hartem Kampf fuhren wir zurück und besuchten noch ein Straßentheater.

Am Donnerstag ging es nach Valencia. Das ist eine wunderschöne alte Stadt. Hier besuchten wir das Oceanografic, wo wir neben vielen Fischen eine tolle Delphinshow ansehen konnten. Außerdem gingen wir an den Strand und besichtigten ein Museum der Naturwissenschaften. Und danach erhielten wir noch eine Stadtführung. Da wir so spät heimkamen, wurde auf den Unterricht der ersten Stunde am Freitag verzichtet. Nachdem wir dann etwas länger schlafen konnten, fuhren wir fit nach Murcia. Dort erhielten wir eine Führung durch die Kathedrale und die Stadt. Als Abschluss gingen wir noch in ein Kloster, durch das wir geführt wurden. Abends gab es dann noch eine Übernachtungsparty in einem Landhaus von einer Teilnehmerin. Und mit viel Party ging das Wochenende auch weiter….

Montags waren alle, aber vor allem wir Deutschen, ziemlich müde und freuten uns, dass wir im Bus nach Lorca noch ein wenig schlafen konnten. In Lorca sahen wir uns dann eine Festung und ein paar Ruinen an. Abends trafen wir uns alle zum Pizzaessen, damit wir den letzten gemeinsamen Abend genießen konnten.

An unserem letzten Tag gingen wir den ganzen Tag in die Schule, bevor wir abends zum Flughafen fuhren. Dort fiel uns allen der Abschied von unseren neuen Freunden sehr schwer und auch viele Tränen flossen. Zum Glück war es kein Abschied für immer, da die Spanier uns im Mai besuchen kommen.

Die anfängliche Angst vor der Verständigung verschwand ziemlich schnell, da die Spanier relativ gut Englisch und ein paar von uns Spanisch sprechen konnten. Unsere kleine Gruppe wurde in kurzer Zeit zu einem richtig guten Freundeskreis und wir verbrachten fast die ganze Zeit miteinander.

Es war ein sehr gelungener Ausflug und wir sind alle sehr froh daran teilgenommen zu haben. Es ist wirklich nur empfehlenswert bei solchen Austauschprogrammen mitzumachen, da es unvergessliche Erlebnisse sind, die man mal mit ganz anderen Leuten erlebt.

Deswegen auch ganz herzlichen Dank an Herr Pérez, dass er uns diese Erfahrung ermöglicht hat und wir hoffen, dass in Zukunft noch viele weitere Austausche stattfinden können.

Text und Bild: Anna-Sophie Kaiser

Erster Spanienaustausch des JTG und der IES Alquipir in Cehegín

Vom 03.05.16 bis zum 10.05.16 hatten 14 Schüler und Schülerinnen des Jagsttal-Gymnasiums aus Möckmühl die Chance an einem Austauschprogramm in Murcia/Spanien teilzunehmen. Per Flugzeug erreichte die eher kleine Reisegruppe mit den Begleitlehrern Herrn Pérez-Bös und Frau Kretschmer die 8.000-Einwohner-Stadt Cehegín. Die Schüler und Schülerinnen wurden ihren schon bekannten Austauschpartner der IES Alquipir zugeteilt, bei denen sie eine Woche unterkamen. Neben Städtereisen in die Nachbarstadt Caravaca de la Cruz, die für ihr besonderes „Cruz“ (deutsch: Kreuz) von der katholischen Kirche als eine heilige Stadt angesehen wird, ging es für die Gymnasiasten auch in die Regionhauptstadt Murcia.

Aber es standen nicht nur Ausflüge auf dem Programm. Da es sich um einen Austausch handelte, war für die Schüler wichtig zu sehen, wie genau der Schulalltag in Spanien abläuft. Ganz anders nämlich als in Deutschland beginnt die Schule dort um 08:30, was die deutschen Schüler erfreute, da sie länger als sonst schlafen durften. Auch wenn man im Unterricht nicht immer ganz folgen konnte, weil die Region um Murcia häufig das „s“ in ihren Worten verschluckt, verstand man die Inhalte der Fächer Physik und Chemie besonders gut, da die Formeln international bekannt sind. Des Weiteren standen die Fächer Geschichte, Literatur und Philosophie auf dem Stundenplan.

Ein besonderes Highlight des Austausches war der Ausflug in die vier Stunden entfernte Stadt Granada, bei dem sich die Schüler die aus dem Schülerbuch bekannte Alhambra, eine Stadtburg im maurischen Stil, endlich einmal live ansehen konnten. Auch das Paintball spielen blieb sowohl Deutschen als auch Spaniern in Erinnerung. Die Teams wurden nach verschiedenen Ländern aufgeteilt und mussten sich durch Farbschüsse verhindern, dass die andere Gruppe die Fahne erobert. Das deutsche Team konnte hierbei alle sechs Spiele für sich entscheiden.

Natürlich durfte am Ende des Austausches auch der Besuch am Meer nicht fehlen, welcher leider -wortwörtlich - ins Wasser gefallen war. Bis auf eine Ausnahme trauten sich auch nur die Deutschen ins Wasser, den Spaniern war das Wasser einfach zu kalt. Am Ende rettete sich die Gruppe aber in ein Kaufhaus, was ganz nationenunabhängig von allen für gut befunden wurde.

Fasziniert war die Gruppe von der unterschiedlichen Landschaft in Deutschland und Spanien. So waren die Spanier bei ihrer Ankunft in Möckmühl begeistert von der durchgehend grünen Landschaft. Die JTG-Schüler waren wiederum erstaunt über die Trockenheit in Spanien. Nur stellenweise oder in sehr gut bewässerten Gebieten, Stadteilen oder Parks war auch mal ein "Bäumchen" zu sehen.

Mit den Gastfamilien kamen alle sehr gut aus, weshalb es  in der Aufenthaltszeit auch keine Komplikationen gab. Die Spanier sind sehr weltoffen und manch einer wurde von der kulinarischen Vielfalt des Landes fast erdrückt. Bei dem Aufenthalt der deutschen Gruppe merkte man außerdem, dass die Spanier ein sehr feierlustiges Volk sind und so häufig mit Musik und Tanz die Deutschen in den Schatten stellten.

Der Austausch war für die Teilnehmer eine unvergessliche und schöne Zeit, was sich auch darin zeigte, dass der Abschied allen sehr schwer fiel. Es ist wichtig, dass dieser Austausch beibehalten wird, da man solche Chancen nicht an jeder Schule bekommt und man später vielleicht auch nicht mehr die Zeit findet, an einem Austauschprogramm wie diesem teilzunehmen. Ein großes Dankeschön gilt natürlich dem Organisator des Ganzen, Herr Pérez-Bös, der den Schülern diese einmalige Erfahrung ermöglichte. Durch sein Engagement hat er die beiden Schülergruppen für immer verbunden und legte damit auch den Grundstein für eine in Zukunft bestehende Freundschaft zwischen den Städten Cehegín und Möckmühl.

Text und Bild: Giulia Donat