Nairobi Hope Theatre am JTG

 

Stop breathing - it can damage your health! Quelle: Nairobi Hope Theatre

Hope Theatre Nairobi 

4. Mai 2018 um 11.00 Uhr im Musiksaal des Gymnasiums

Das Hope Theatre Nairobi ist eine sozial-politische Theatergruppe aus Nairobi (Kenia), die 2009 vom deutsch-österreichischen Regisseur Stephan Bruckmeier mit jungen Erwachsenen aus den großen Armenvierteln der Metropole mit dem Ziel gegründet wurde, armen und chancenlosen Jugendlichen eine Zukunftsperspektive zu geben. Seitdem trainiert das Ensemble eigenständig und kontinuierlich in Kariobangi, (einem der östlichen Slumbezirke in der Nähe der legendären Mülldeponie) und arbeitet immer wieder projektbezogen mit RegisseurInnen, SchauspielerInnen und StudentInnen aus Europa und Afrika. Seit 2012 reist das Ensemble jährlich nach Deutschland und präsentiert Stücke zum Thema Fairness im wirtschaftlichen und sozialen Kontext.

Der Regisseur Stephan Bruckmeier ist in unserer Region durch seine Mitwirkung an den Festspielen in Jagsthausen bekannt. So war  Hope Theatre Nairobi  war schon 2017 mit der „Fair Trade Show“  zu Gast im Musiksaal und hat die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-11 konfrontiert und einbezogen in Fragen wie die der Ressourcenvergeudung und des Hungers, die uns alle angehen.

Programm:

Stop breathing, it can damage your health

Eine politische Revue zum Klimawandel von Hannes Lauer, Natalia Roizenzon-Sipple und Hope Theatre Nairobi                (künstlerische Gesamtleitung Stephan Bruckmeier, Winfred Akinyi)

Atme ein, atme aus, atme ein, atme aus, atme frische Luft ….  Aber was wenn die Luft gar nicht frisch ist, wenn sie krank macht? Was machen wir, wenn uns Verkehr, Abgase, Kraftwerke und Fabriken die Luft zum Atmen nehmen? Nicht viel – zumindest solange es einfacher ist, sich den Untergang der Welt vorzustellen, als eine Welt ohne Wachstum. Aber: Ab wann zählt eigentlich der Mensch? Wenn genügend krank sind? Wenn Millionen an Burnout leiden? Wenn wir im Winter in den Alpen nicht mehr Ski fahren können? Oder wenn Millionen Klimaflüchtlinge an Europas Pforten klopfen? Die Welt dreht sich aber auch immer schneller – alles scheint kompliziert heute. Jetzt hat das Steak auf dem Teller schon mehr mit den Regenwäldern der Erde zu tun, als mit dem Metzger um die Ecke. Wie bewerten wir die Perspektivlosigkeit ostdeutscher Kohlekumpel ohne Job im Gegensatz zu Afrikanern ohne Zukunft? Wie reagiert eine Autonation darauf, dass ihre Melkkuh und ihr Stolz ein großer Teil des Problems ist? Die Zerstörung der Umwelt spiegelt die Bedingungen einer polarisierten Globalisierung wider. Wer profitiert eigentlich von Ressourcenausbeutung? Wer leidet darunter?  Was hat jeder einzelne damit zu tun und wer kann sich an Veränderungen der Umwelt gut anpassen? Wachstum und Konsum sind große Verführer. Aber dieser aufregende Flirt holt uns allmählich mit aller Härte ein. Das bevorstehende Rendezvous mit unserem Lebensstil wird weniger erfreulich sein. Unser Gegenüber wird uns unseren Egoismus, unsere Überheblichkeit, unsere Doppelmoral und unsere Bequemlichkeit aufzeigen. Denn es stimmt nicht, dass wir nicht wissen was wir tun. Wir wissen Bescheid und wir wissen, dass wir uns ändern müssten. Jeder Einzelne und alle zusammen. So schlecht ist die Luft dann aber vielleicht doch noch nicht…. Zumindest nicht auf meinem Balkon, in meiner Straße, in meiner Stadt…Noch kann man was tun. Aber was genau kann man tun? Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen, das Stück zusammen mit den Oberstufenschülern anzuschauen. Wir bitten Sie, Ihren Besuch über das Sekretariat der Schule anzukündigen, damit wir Platz für Sie einplanen können.

Quelle: Nairobi Hope Theatre

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