Langjährige Freundschaft mit der Partnerstadt Cherasco

Nicht nur die Stadt Möckmühl pflegt ein intensives und freundschaftliches Verhältnis mit seiner italienischen Partnerstadt Cherasco, sondern auch das Schulzentrum steht im Austausch mit der Schule in Cherasco und mttlerweile auch mit der Schule im benachbarten Roreto.

Verantwortlich für den Austausch am JTG ist StRin Anna Diehl.

50 Schülerinnen und Schüler aus Cherasco zu Besuch in Möckmühl

Am Dienstag, dem 21. Mai, warteten rund 50 Schülerinnen, Schüler und Eltern des Jagsttal Schulverbunds und des Jagsttal-Gymnasiums ungeduldig auf die Ankunft ihrer italienischen Gäste. Mit deutlicher Verspätung trafen diese dann gegen 19 Uhr endlich ein, und so konnten diejenigen, die im Oktober schon beim Besuch in Cherasco dabei waren, ihre ehemaligen Gastgeber in die Arme schließen. Doch es gab erfreulicherweise auch viele Familien, die zum ersten Mal am Austausch teilnahmen und daher neugierig waren, wer denn nun bei ihnen landen würde. Dank liebevoll gestalteter Namensschilder hatten sich dann auch schnell alle gefunden. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler aus Cherasco, Narzole und Roreto und ihre vier Begleitlehrer und -lehrerinnen mit einer kleinen Erfrischung gestärkt hatten, begrüßte der Schulleiter des Jagsttal-Gymnasiums, Herr Dunke, die Gäste im Namen beider Schulen sehr herzlich und wünschte allen Beteiligten eine schöne Zeit miteinander, bevor die Kinder mit ihren Gastfamilien aufbrachen.

Am Mittwoch stand der Besuch der Bundesgartenschau in Heilbronn auf dem Programm. Mit dem Zug ging es vom Möckmühler Bahnhof los unter Begleitung von Herrn Egolf, Frau Hoch, Frau Schmidt und Herrn Seitz. Auf dem Gelände der BUGA gab es dann eine Führung, so dass alle einen ersten Eindruck bekamen, was es zu sehen und bestaunen gibt. Im Anschluss blieb noch Zeit, je nach Interessen auf eigene Faust das Gelände weiter zu erkunden. Leider hatte es zwischenzeitlich angefangen zu regnen, doch die Sonne kam bald wieder durch, so dass die nun folgende Freizeit in der Heilbronner Innenstadt für ein Eis und Ähnliches genutzt werden konnte. Mit etwas Verspätung kamen dann alle kurz nach 16 Uhr wieder in Möckmühl an und verbrachten den restlichen Tag in ihren Famillien.

Am Donnerstag standen zunächst zwei Stunden Unterricht an, wobei die italienischen Gäste ihre deutschen Austauschpartner begleiteten. Im Anschluss ging es in die Jagsttalhalle, wo von den Sportlehrern Frau Berger, Herr Diggelmann und Herr Proffen ein „Hütchenkracher“-Turnier veranstaltet wurde. Schnell waren die Regeln erklärt und übersetzt, und es wurde in gemischten Teams ehrgeizig und engagiert um den Sieg gekämpft. Nach so viel Bewegung schmeckte das Mittagessen in der Mensa, das die Stadt Möckmühl spendierte, umso besser.

Nach einem freien Nachmittag mit den Gastfamilien, der für die verschiedensten Aktivitäten genutzt wurde, ging auch dieser Tag für viele viel zu schnell zu Ende, und schon stand die Abreise am Freitagmorgen an. Nach vielen herzlichen Umarmungen, zahlreichen Tränen und letzten Abschiedsworten rollte der Bus dann gegen 8 Uhr den „Lehlebuckel“ hinab, zurück gen italienische Heimat.

Alle waren sich einig, dass es wieder sehr schöne und erlebnisreiche Tage waren, die wir miteinander verbringen durften, und es herrscht schon Vorfreude auf den nächsten Gegenbesuch in Cherasco im Oktober.

Text & Bild: Susanne Hoch

Benvenuti a Möckmühl!

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass die Möckmühler Schüler und Schülerinnen in dem italienischen Städtchen Cherasco zu Besuch waren, dort Freundschaften knüpfen und  die italienische Kultur kennenlernen konnten. So war die Wiedersehensfreude groß, als nun ihrerseits die italienischen Kinder auf die Minute pünktlich am Dienstagabend vor den Pfingstferien in Möckmühl ankamen. Nachdem alle ihre Gastfamilien gefunden und man sich an Dargebotenem erfrischt und gestärkt hatte, verbrachten die italienischen Austauschkinder den Abend mit ihren Gastfamilien. Am nächsten Morgen stand ein gemeinsamer Ausflug nach Würzburg auf dem Programm, bei dem sowohl Zeit blieb, für eine ausgiebige Bootsfahrt auf dem Main, eine interessante Führung in der Festung Marienberg, als auch für Freizeit in der Stadt. Diese wurde von den Schülern, die in kleinen Gruppen mit ihren Austauschpartnern unterwegs waren, genutzt, um die Stadt und die kulinarischen Angebote zu erkunden oder kleine Mitbringsel zu erwerben. Bevor die Italiener am Freitagmorgen die Heimreise antraten, hatten sie am Donnerstag die Gelegenheit, den  ganz normalen Unterricht bei uns kennenzulernen. Anschließend erkundeten sie wieder gemeinsam mit ihren Gastkindern die Altstadt Möckmühls anhand einer Stadtrallye, bei der sich auch die einheimischen Schüler die ein oder andere Frage erknobeln mussten und neue Eindrücke von ihrer Stadt gesammelt haben. Nachmittags fand die Schuldisco großen Zuspruch, die von der SMV der Verbundschule organisiert und durchgeführt wurde, und die durch ein buntes Programm Schüler und Schülerinnen der Unter- und Mittelstufe gleichermaßen begeisterte. Am Freitag dann fiel vielen der Abschied schwer und wir freuen uns bereits auf nächstes Schuljahr, wenn wir wieder die Reise nach Cherasco antreten dürfen.

Text und Bild: Anna Diehl

Ein Bus voller Cheraschesen in Möckmühl

Am Abend des 29. Mai traf unerwartet pünktlich der lang ersehnte Bus aus der Möckmühler Partnerstadt Cherasco mit fast 50 italienischen Schülern/-innen sowie drei Lehrerinnen und einem Lehrer im Schulzentrum ein. Das Interesse an dem Austausch ist in Italien mittlerweile so groß, dass unsere italienischen Freunde fast noch einen zweiten Bus füllen könnten. Nach der Begrüßung durch Beate Strauß, Schulleiterin des Jagsttal-Schulverbunds, konnten sich die Italiener bereits in der Mensa mit deutschen Laugevariationen bekannt machen, die nach der langen Fahrt auch dankend angenommen wurden. Während die Schüler sich in ihre Familien verabschiedeten, wurden die italienischen Begleitlehrer in der Küche des Schulverbunds mit einem typisch deutschen Essen überrascht. Lehrerin Kerstin Schmidt begeisterte die Gäste mit ihren schwäbischen Linsen, Spätzle und Saitenwürstchen. Als Dankeschön bekamen alle eine Kostprobe des musikalischen Könnens des italienischen Begleitlehrers, der auswendig ein „kurzes“ Stück von Beethoven auf dem Klavier präsentierte. Nach dem beeindruckenden Vortrag überraschte es niemanden, als sich herausstellte, dass er neben seiner Lehrertätigkeit in Roreto auch im Turiner Konservatorium Musikunterricht gibt.

Am Dienstag machte sich die Gruppe auf zum Heidelberger Schloss. Dort gab es auch Führungen in italienischer Sprache, sodass unsere Gäste unter anderem die Geschichte des italienischen Zwergs „Perkeo“, Hüter des großen Fasses im Heidelberger Schloss, kennenlernen konnten. Anschließend durften die Kinder in gemischten deutsch-italienischen Gruppen die Läden der Altstadt unsicher machen, bevor alle auf dem Sonnendeck des neuen Schiffs „MS Königin Silvia“ Platz nahmen. Dort kämpften wir zu Beginn gegen heftige Sturmböen und kurze Regenschauer an, aber auf der weiteren Fahrt durch das Neckartal bis nach Neckargemünd wurden wir dafür mit Sonnenschein und beeindruckenden Aussichten auf das Neckarufer belohnt.

Gemäß Goethes Sprichwortes „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ verbrachte die Gruppe den Mittwoch in Möckmühl. So lernten die Italiener in den ersten beiden Stunden nicht nur den Unterricht in Deutschland kennen, sondern durch die darauffolgende Wanderung über Ruchsen auch das schöne Jagsttal und die Möckmühler Altstadt. Beim gemeinsamen Mittagessen wurde den Italienern Deutschland auch kulinarisch näher gebracht, denn Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle war für viele eine neue und leckere Erfahrung. Während die Kinder den letzten Nachmittag in ihren Familien verbringen durften, fuhren die Lehrer gemeinsam nach Öhringen, um sich die Stadt und das Landesgartenschaugelände anzuschauen.

Wieder viel zu früh stand am Donnerstagmorgen die Verabschiedung an. Die neu geschlossenen Freundschaften wurden schnell auf eine Bewährungsprobe gestellt, doch viele wollen sich auf jeden Fall wiedersehen. Selbst Eltern berichteten, dass die Familien in Kontakt stehen und der gegenseitige Besuch schon geplant ist.

Text und Bilder: Stefan Egolf